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Licherode: Wie verankert man Senior-Referenten an Schulen?

Licherode. Das Umweltbildungszentrum Licherode wird auch in den nächsten Jahren weiter an Konzepten arbeiten können, wie die Kompetenzen älterer Menschen für die Umweltbildung von Kindern genutzt werden können. Die Robert-Bosch-Stiftung aus Stuttgart hat die Förderung eines neuen Licheröder Forschungsprojekts zu den „Erfolgsfaktoren für den dauerhaften Einsatz von Senioren an Schulen und Kindergärten“ bewilligt.

Bereits in den letzten Jahren hatte das Licheröder Umweltbildungszentrum im Auftrag der Bundesstiftung Umwelt ein Konzept zur Qualifizierung von Senioren als „Umwellttrainer für Kinder“ entwickelt und damit bundesweit hohe Anerkennung gefunden. 25 Seniorinnen und Senioren der weiteren Region haben in Licherode den „Umwelttrainerschein für Senioren“ erworben, eine ganze Reihe von Ihnen sind bereits als „Senior-Umwelttrainer“ im Einsatz. Im Rahmen eines neuen Modellversuches wird Licherode nun den Einsatz der ausgebildeten Senioren-Referenten an Schulen und Kindergärten der Region konzeptionell und professionell begleiten. Denn die Erfahrung zeigt, dass viele gut gemeinte Konzepte zur Einbindung ehrenamtlicher Experten an Schulen gerade in der konkreten Umsetzungsphase vor allem an mangelhafter Koordination scheitern.

„Die Senior-Referenten dürfen in ihrem neuen Tätigkeitsbereich nicht allein gelassen werden, sondern es bedarf eines ganzen Bündels flankierender und absichernder Begleitmaßnahmen,“ so der Leiter des Licheröder Zentrums, Klaus Adamaschek, vom Amt für Lehrerbildung. Solche Maßnahmen sollen nun in einer zweijährigen Modellphase entwickelt und erprobt werden. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung an der Universität Hannover.

Konkret vorgesehen ist die Zusammenarbeit mit drei Partnerschulen und zwei Kindergärten aus der Region. Diese Modelleinrichtungen sollen den Einsatz der Senioren-Referenten nicht nur „zulassen“, sondern konzeptionell mitplanen und zum Beispiel durch eigene „Betreuungslehrer“ aktiv begleiten.

Für den Modellversuch stellt die Robert-Bosch-Stiftung für den Projektzeitraum von September 2006 bis August 2008 knapp 50.000,- € zur Verfügung. Unterstützt wird der Modellversuch zudem durch die Lernenden Regionen Hersfeld-Rotenburg /Werra-Meißner, die Bürgerstiftung Hersfeld-Rotenburg und das Bundesfamilienministerium. Das Projekt ist ein konkreter Beitrag zur UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, an der Licherode als von der Unesco ausgezeichnetes „Dekade-Projekt“ teilnimmt.

Um noch zusätzliche Referenten für das neue Modellprojekt zu gewinnen, wird Licherode noch in diesem Jahr einen weiteren Qualifizierungslehrgang für engagementbereite Menschen ab 55 Jahren durchführen. Interessenten sollten sich daher kurzfristig beim Umweltbildungszentrum Licherode unter 05664/94860 melden, für den 14. September ist eine Infoveranstaltung im Licheröder Pavillon vorgesehen.

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