“NaturKunst und Nachhaltigkeit“ - unter diesem Motto wollen die
ProRegion Mittleres Fuldatal und das Umweltbildungszentrum Licherode im
kommenden Jahr ein ganz besonderes Ereignis in unsere Region holen.
Zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt wollen vom 3. bis zum
12. August neun Tage in Licherode und an verschiedenen Standorten im
Fuldatal arbeiten. Das Projekt ist ein Beitrag zur UN- Weltdekade
„Bildung für nachhaltige Entwicklung“, an der das Umweltbildungszentrum
Licherode als von der Unesco ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt
teilnimmt.
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Rotenburger Herz- und
Kreislaufzentrum stellten der Vorsitzende der ProRegion, Alheims
Bürgermeister Georg Lüdtke, und der Leiter des Licheröder
Umweltzentrums, Klaus Adamaschek, die bisherigen Planungen vor. „Das
ist eine Chance für unsere Region“, so Lüdtke. Das Konzept habe den
Vorstand der ProRegion, in dem u. a. die Bürgermeister der
Mitgliedskommunen Alheim, Bebra, Morschen und Rotenburg vertreten sind,
begeistert. Die Werke der Künstler sollen später nicht nur am zentralen
Standort Licherode zu sehen sein, sondern sich wie ein Band durch das
Fuldatal ziehen. „In Verbindung mit Aspekten wie Gesundheit und
Bewegung kann die Naturkunst die touristische Attraktivität unserer
Region deutlich erhöhen“, so ergänzte der Geschäftsführer des Herz- und
Kreislaufzentrums Rotenburg Guido Wernert.
Laut Klaus Adamaschek vom Licheröder Umweltbildungszentrum sind auch
bereits beim neuntägigen Forum Besucher herzlich willkommen, um den
Entstehungsprozess der Naturkunstwerke miterleben zu können. „Unsere
Region soll neun Tage lang zu einer Naturkunst-Werkstatt werden, die
dann in eine dauerhafte Landschaftsausstellung übergeht“, so Klaus
Adamaschek. Geplant sei in Kooperation mit dem Amt für Lehrerbildung
zudem ein Symposium, das sich mit der Verbindung von Naturkunst und
Bildung für Nachhaltigkeit befassen soll. „Kunst ermöglicht einen sehr
emotionalen und persönlichen Zugang zur Natur, und kann so auch einen
Beitrag zur Umweltbildung unserer Kinder leisten“, führte Adamaschek
weiter aus.
Einen Ausblick auf das, was unsere Region von dem Ereignis erwarten
kann, gaben zwei sehr namhafte Künstlerinnen: Dorit Croissier aus
Warburg und Anke Mellin aus Neuenkirchen bei Hamburg waren eigens nach
Rotenburg angereist, um die künstlerischen Planungen für das ehrgeizige
Projekt vorzustellen. Beide haben an der diesjährigen Nature Art
Biennale in Geumgang in Südkorea teilgenommen und von dort den Auftrag
mitgebracht, für 2007 ein vergleichbares Ereignis in Deutschland in der
Nähe der documenta vorzubereiten. Sie zeigten Werke von Künstlern u. a.
aus Japan, Südkorea, USA, China und Europa, die zum NaturKunst-Forum
eingeladen werden sollen.
Für die Arbeit des Internationalen NaturKunst-Forums 2007 suchen die
Projektplaner weitere Partner, Förderer und Sponsoren, die zum Gelingen
dieses Projektes beitragen können. Angedacht sind u. a. Patenschaften
für einzelne Künstler und Kunstwerke.
Kontakte:
Umweltbildungszentrum Licherode, Klaus Adamaschek, adamaschek.licherode@web.de
ProRegion Mittleres Fuldatal, Vorsitzender Georg Lüdtke, info@prmf.de