Umweltbildung, die wirkt! PHINEO empfiehlt zehn Projekte der Umweltbildung

Sich finanziell und wirkungsvoll in der Umweltbildung engagieren: Der Themenreport „Fair handeln, fair ändern! Umweltbildung für junge Menschen“ zeigt wie es geht und welche konkreten Projekte besonders nachhaltig und erfolgversprechend sind. Der Report wurde von der PHINEO gAG herausgebracht.
In Deutschland vermitteln über 3.000 gemeinnützige Organisationen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie soll junge Menschen dazu befähigen, ihre Welt verantwortungsbewusst und nachhaltig zu gestalten. Die Ansätze sind dabei so vielfältig wie die Themen. Einige Projekte richten sich an Kinder, einige sprechen eher Familien an. Manche Organisationen legen einen inhaltlichen Schwerpunkt auf den Naturund Artenschutz, andere befassen sich mit Energieerzeugung und nutzung.
Bei so vielen Möglichkeiten ist es gar nicht so leicht, das passende Projekt zu finden, wenn es darum geht sich finanziell zu engagieren. Noch schwieriger wird es, wenn sich Soziale Investoren – Stifter, Spender und sozial engagierte Unternehmen – möglichst sicher sein wollen, dass ihr Engagement auch Wirkung zeigt.
Genau hier setzt die PHINEOAnalyse an. PHINEO hat insgesamt 69 Organisationen und Projekte aus dem Bereich der Umweltbildung für junge Menschen in einem mehrstufigen Verfahren auf ihre Wirksamkeit hin analysiert. Insgesamt zehn Organisationen, die in besonderem Maße hervorragen, werden empfohlen. Für sie kann PHINEO sagen: „Hier wirkt Ihr Geld“.
Ihnen gelingt es erfolgreich, Kindern und Jugendlichen ein Verständnis von weltweiten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen zu vermitteln. Darüber hinaus zeigen sie, wie die abstrakten Ziele Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit ganz konkret und praktisch durch eigenes Tun erreicht werden können. Die Porträts helfen Sozialen Investoren dabei, dass aus dem Wunsch, Gutes zu tun, mehr Sicherheit erwächst, auch Gutes zu bewirken.
Neben den Porträts bietet der mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Bertelsmann Stiftung entstandene Report „Fair handeln, fair ändern! Umweltbildung für junge Menschen“ einen Überblick über die drängenden ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Er informiert darüber, wie gemeinnützige Akteure diesen Herausforderungen mit vielfältigen Bildungsprojekten und programmen begegnen und schafft so Orientierung.
Auf www.phineo.org stehen die Porträts und der Report kostenlos zum Download zur Verfügung. Daneben findet sich eine Spendenfunktion – damit können die als besonders vorbildlich vorgestellten Projekte direkt und unkompliziert finanziell unterstützt werden.

Der Themenreport „fair handeln, fair ändern! Umweltbildung für junge Menschen“ bietet weitere Informationen über die drängenden ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Er informiert darüber hinaus, wie gemeinnützige Akteure diesen Herausforderungen mit vielfältigen Bildungsprojekten und programmen begegnen und schafft so Orientierung. Kostenloser Download unter www.phineo.org

Fair handeln, fair ändern

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PHINEO gibt Sozialen Investoren Orientierung bei der Suche nach Themenfeldern und konkreten Projekten für ihr wir
kungsvolles soziales Engagement. Als gemeinnützige Aktiengesellschaft wird PHINEO von einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft getragen. Gesellschafter sind u.a. die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Börse, KPMG und die Stiftung Mercator. PHINEOs Mission ist es, den gemeinnützigen Sektor und die Gesellschaft zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt PHINEO auf Basis der mehrstufigen PHINEOAnalyse gemeinnützige Projekte, die besonderes Potenzial haben, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Mit Reports zu ausgewählten Themenfeldern, Ratgebern zum „Wie“ des Gebens und individueller Beratung bietet PHINEO eine Plattform für Orientierung. PHINEO – Plattform für Soziale Investoren: www.phineo.org

 

Die Herausforderungen für die Umwelt in Zahlen

• Zahl der Menschen, um die die Weltbevölkerung jedes Jahr wächst: 82,9 Millionen.
• Zahl der Menschen, die 2009 von Naturkatastrophen betroffen waren: 214 Millionen.
• Zahl der insgesamt circa 1,8 Millionen Tierund Pflanzenarten, die täglich aussterben: 150.
•  Anzahl der 15Jährigen, die keine Quelle für sauren Regen nennen können: 30 Prozent.
• Jahre, die nach der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio vergingen, bis nachhaltige Entwicklung in Deutschland zum Bildungsthema wurde: fünf.

Die Chancen für die Umwelt in Zahlen

• Anteil der Menschen in Deutschland, denen Umweltschutz wichtig ist: 91 Prozent.
• Anteil der jungen Menschen, die besorgt sind über den Zustand der Welt in 20 Jahren: mehr als drei Viertel.
• Außerschulische Einrichtungen der Umweltbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland: rund 4500.
• Anteil der Spenden für das Thema Umwelt/Tierschutz im 1. Halbjahr 2009: 8,8 Prozent.
• Anteil der Spenden für langfristige Entwicklungsprojekte im 1. Halbjahr 2009: 0,5 Prozent.

Quellen:1)DeutscheStiftungWeltbevölkerung2010, 2)DeutschesRotesKreuz2010, 3)StatistischesBundesamt2009, 4) OECD2009, 5)DeutscheUNESCOKommission, 6)BundesministeriumfürUmwelt,NaturschutzundReaktorsicherheit2008,  7)BertelsmannStiftung2009, 8)UniLüneburg2009, 9)StudiedesDeutschenSpendenratsundderGfK2009

Was kostet die Welt?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) hat 2007 ausgerechnet, dass die volkswirtschaftlichen Kosten der Umweltschäden bis zum Jahr 2050 insgesamt 800 Milliarden Euro betragen. Davon entfallen etwa 330 Milliarden Euro auf direkte Kosten durch Klimaschäden (z.B. Stürme, Überschwemmungen, Dürren) und rund 300 Milliarden Euro auf steigende Energiepreise, die vor allem die privaten Haushalte tragen müssten.

Was ist eigentlich Nachhaltige Entwicklung?
Der 1987 veröffentlichte Bericht der Weltkommission Umwelt und Entwicklung (sog. „Brundtland Kommission“) definiert Nachhaltigkeit als „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.


Was unterscheidet Umweltbildung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)?
Die Umweltbildung hat sich in den letzten zehn Jahren in Richtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung erweitert das heißt, sie berücksichtigt neben der ökologischen nun auch die ökonomische und soziale Dimension. Es geht vor allem um die Frage, wie die Lasten und Chancen der globalen Entwicklung heute und zukünftig gerecht verteilt werden können, es geht um globale Wirkungszusammenhänge in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales.

Die TOP 3 der größten globalen Herausforderung aus Sicht von Jugendlichen
a. Große Armut in vielen Ländern (75 Prozent)
b. Klimawandel und Umweltzerstörung (73 Prozent)
c. Mangel an Nahrung und Trinkwasser (70 Prozent)

(Quelle:TNSEMNID:JugendunddieZukunftderWelt,2009)

Zunehmende Relevanz der Nachhaltigkeit in der außerschulischen Umweltbildung
Seit rund zehn Jahren nehmen Fragen der Nachhaltigkeit eine stark wachsende Rolle in der außerschulischen Umweltbildung ein. Immer mehr Einrichtungen bieten Angebote zu diesen Themen an:
a. Konsum und Lebensqualität (Zuwachs um rund 34 Prozent)
b. Globaler Klimawandel, Treibhauseffekt, Ozonloch (Zuwachs um rund 30 Prozent)
c. Ernährung (Zuwachs um rund 26 Prozent)
d. Nachhaltiges Wirtschaften (Zuwachs um rund 25 Prozent)

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