Kunst & Kultur > Naturkunstforum 2007 > Projekte & Standorte

Am Anfang und am Ende des NaturKunst-Pfades durch das Mittlere Fuldatal steht jeweils eine Litfasssäule mit Plakaten und Hinweisen zu Forum.

Standorte der Säulen sind in Morschen die Zufahrt zum Kloster Haydau und in Ludwigsau der so genannte „Sattelplatz“ am Radweg bei Friedlos.


1. Pin Lu (China)
A Humping Square
Wiese am Kloster Haydau in Morschen-Altmorschen

Die Künstlerin ist leider verhindert selbst zu kommen. Aber mit Hilfe ihrer Anweisungen durch Emails entsteht auf einem Rasenstück im Klostergelände auf einer quadratischen Grundfläche ein sich wölbender Hügel aus natürlichen Feldsteinen. Natur wird in eine vom Menschen gedachte Form gezwängt.

2. Ben Taffinder (England)
9 Days and Nights with Nature
Baum beim „Inselsteich“ zwischen Alheim-Heinebach und Morschen-Konnefeld

Ein konzentrischer Kreis aus Stoff auf dem Boden unter einem solitären Baum protokolliert Erlebnisse und Erfahrungen, Dinge, die gesehen und gefühlt werden, von 9 Tagen und Nächten mit der umgebenden Natur.
 
3. Istvan Eröss (Ungarn)
Swing on the Water
Freizeitsee bei Alheim-Heinebach

Ein schwimmendes Floß mit einem Dach trägt eine Schaukel. Besucher müssen zum Floß schwimmen um schaukeln zu können. Gleichzeitig lädt das Floß aber auch zum Sitzen und kontemplativen Verweilen, eben über der Wasseroberfläche, ein.

4. Anke Mellin, Aviva Rahmani (Deutschland/USA)
Büro für Kommunikation über globale Erwärmung
Fuldatal bei Alheim-Heinebach / Zufahrt Elektro-Kirchner

Ein Container wird mit einem freistehenden Regal und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Statements, die in beiden Herkunfts-Ländern der Künstlerinnen Gültigkeit haben und gesammelte Beiträge aus Zeitungen, aber auch visuelle Darstellungen zum Thema werden gezeigt.

5. Rumen Dimitrov (Bulgarien)
Agro Art
Herrenwiesen bei Alheim-Baumbach

10 Große Holzschalen liegen auf der Wiese und fangen das Regenwasser auf, das von Schafen, Kühen oder Pferden getrunken wird. Der Himmel spiegelt sich in der Wasseroberfläche und bildet einen Kontrast zu dem Grün des Grases.

6. Ikezawa Takashi (Japan)
Charcoal Installation
Alte Eiche in den Flutmulden bei Rotenburg

Die Krone eines solitären Baumes wird mit einer Linie aus Kohle am Boden gekennzeichnet und verweist auf die Beziehung zwischen der unsichtbaren Wurzel und der sichtbaren Krone eines Baumes. Durch das Material Kohle stellt sich eine Verbindung des Baumes mit der Erdgeschichte her.

7. Johann Sietzema (Niederlande)
Nature Spot
Flutmulden Rotenburg an der Fulda

Aufrechtstehende Weidenstämme werden durch Weidenbündel miteinander verflochten. Diese Arbeit steht in einem Nebenarm der Fulda auf dem Grund und dient Tieren als Insel und Beobachtungsposten.

8. Ragnhild Becker / Gunnar Seitz (Deutschland)
Geschichte im Fluss
Fuldastrand beim Rotenburger Schloss

Über Interviews und Recherche werden Fragmente der Rotenburger Stadtgeschichte gesammelt, in Holzstücke geschnitten und dem Fluß Fulda überlassen. Auf der Rückseite der Holzstücke steht die Web Adresse von waldhessen-aktuell. Menschen, die die Holzstücke finden, melden sich via Internet und werden Teil des Projekts.

9. Lisa Kaftori (Israel)
The Dragonfly`s Eye
Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg

25 kleine Schilder mit kurzen poetischen Texten über die  Beobachtungen der Natur werden an Bäumen befestigt, um das Augenmerk der Besucher auf die Besonderheiten der jeweiligen Situation aufmerksam zu machen.

10. Renate Schürmeyer (Deutschland)
Blaue Fenster
Storchensee bei Rotenburg

An exponierten Stellen werden blaue Fenster installiert. Der Weg wird Ort der Veränderung. Die Fenster laden zum Verweilen ein, der Blick durch die Fenster färbt die dahinter liegende Landschaft blau.

11. Yutaka Kobayashi (Japan)
Balance Dish
Vor einem Supermarkt in Bebra

Im urbanen Kontext, z.B. neben einem Supermarkt steht eine Waage aus einem Baumstamm und einem Zweig. Zwei Waagschalen tragen Käse und Heu. Die Mengen stellen das Verhältnis von Roh- und Endprodukt dar.

12. Fujii Tatsunori (Japan)
About Pouring-
>Eine Ameise,
eines Tages kam sie rüber
plötzlich
ich erinnere
nur sie
Das Atom. Ich bin es nicht<


Fulda-Zufluss bei Ludwigsau-Mecklar
Auf beiden Seiten des Flusses liegt jeweils ein Kegel aus Latten. Die Kegel werden aus Holzlatten hergestellt, deren natürliche Radioaktivität gemessen wird. Diese Werte werden auf den Latten durch Ziffern kenntlich gemacht

13. Jean-Francois Paquay (Belgien)
The straw stack project
Im Fuldatal bei Ludwigsau-Friedlos

Eine hüttenähnliche Form aus Stroh erinnert an die traditionelle Art der Ernte. Heu und Stroh Reuter sind Teil der Landschaft, seit der Mensch Getreide erntet und dies zur Fütterung seiner Tiere braucht.
Die Arbeit könnte die Debatte über das Verbrennen von natürlichen Rohstoffen initiieren, und am Ende der Ausstellung zum Bauernhof zurückgehen und als Unterlage für Tiere dienen und danach wieder zu Erde werden.

14. Beth Grossman, Christine Baeumler, Cheryl Wilgren Clyne (USA)
A Winter`s Tale- The Bureau of Atmospheric Anecdata
Unterwegs in der Region

Ein tragbarer Kiosk lädt  Gruppen aus verschiedenen Orten ein, Geschichten über und vom Winter früher zu erzählen. Diese Geschichten werden gesammelt und in einer Dokumentation publiziert. Auch eine performative Video-Projektion trägt zur Debatte zwischen der Bevölkerung und den Künstlerinnen über das Thema bei. 

15. Annechien Meier (Niederlande)
Bio Allotment Gardens Everywhere
Verschieden Standorte in der Region

Eine Einladung geht an 15 Vordergartenbesitzer, einen 1x1 Meter großen Schrebergarten in ihre Rasenflächen oder neben ihre Garagenzufahrten zu platzieren. Dort werden Bio-Pflanzen eingesetzt, die im totalen Kontrast zu den normalerweise üblichen Vordergarten-Pflanzungen stehen.

16. Gerd Logemann (Deutschland)
Das Traumhaus
Unterwegs auf dem Radweg im Fuldatal

Auf einem bäuerlichen Leiterwagen liegt ein begeh- und besitzbares Objekt aus Baumstämmen, das mit Seide umhüllt ist. Das Objekt lädt Besucher zur Betrachtung und Meditation über die Landschaft ein.

17. Kim, Tae-hyung (Korea)
Circle
Weide am Ortseingang Alheim-Licherode

Eine zu einem Kreis gebogene Form aus Weiden steht aufrecht. Die Form hat eine breite Öffnung und ein spitzes Ende, die sich beinahe treffen. Sie symbolisieren den Anfang und das Ende, die beide immer miteinander verbundenen sind.

18. Dorit Croissier (Deutschland)
Erd Turm
Feld beim Expo-Pavillon in Alheim-Licherode

Mit feuchtem Ton und getrockneten Ziegeln wird ein viereckiger hohler Turm aufgebaut. In einer Performance wird der Turm von innen gebrannt und dadurch haltbar gemacht. Diese Arbeit ist eine Erinnerung an und ein Sinnbild für das Elementare in unserer Welt.

19. Ko, Seung-hyun (Korea)
Kayagum
Erlebnislandschaft „Unserland“ in Alheim-Licherode

Ein großer, natürlich gewachsener Baumstamm samt Ästen wird zu einem Musikinstrument, dessen Vorbild eine traditionelle koreanische Kayagum ist. Ein Teil des Baumes wird zum Resonanzkasten mit Stegen. Über diese sind Saiten gespannt. Besucher können darauf spielen, aber auch kräftigere Winde erwecken dieses Musikinstrument zum Leben.

20. Michael von Brentano (Deutschland)
Ameisenhaufen
WaldWunderWeg bei Alheim-Licherode

In Sichtweite zueinander stehen zwei identische, aus künstlichen Materialien gefertigte Ameisenhaufen. Beide Exemplare offenbaren sich scheinbar natürlich, aber auch als künstlich. Sie stellen die Frage wie wir Natürlichkeit sehen, sehen wir die Natur oder nur unsere Idee davon?

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