Am Anfang und am Ende des NaturKunst-Pfades durch das Mittlere Fuldatal
steht jeweils eine Litfasssäule mit Plakaten und Hinweisen zu Forum.
Standorte der Säulen sind in Morschen die Zufahrt zum Kloster Haydau
und in Ludwigsau der so genannte „Sattelplatz“ am Radweg bei Friedlos.
1. Pin Lu (China)
A Humping Square
Wiese am Kloster Haydau in Morschen-Altmorschen
Die Künstlerin ist leider verhindert selbst zu kommen. Aber mit Hilfe
ihrer Anweisungen durch Emails entsteht auf einem Rasenstück im
Klostergelände auf einer quadratischen Grundfläche ein sich wölbender
Hügel aus natürlichen Feldsteinen. Natur wird in eine vom Menschen
gedachte Form gezwängt.
2. Ben Taffinder (England)
9 Days and Nights with Nature
Baum beim „Inselsteich“ zwischen Alheim-Heinebach und Morschen-Konnefeld
Ein konzentrischer Kreis aus Stoff auf dem Boden unter einem solitären
Baum protokolliert Erlebnisse und Erfahrungen, Dinge, die gesehen und
gefühlt werden, von 9 Tagen und Nächten mit der umgebenden Natur.
3. Istvan Eröss (Ungarn)
Swing on the Water
Freizeitsee bei Alheim-Heinebach
Ein schwimmendes Floß mit einem Dach trägt eine Schaukel. Besucher
müssen zum Floß schwimmen um schaukeln zu können. Gleichzeitig lädt das
Floß aber auch zum Sitzen und kontemplativen Verweilen, eben über der
Wasseroberfläche, ein.
4. Anke Mellin, Aviva Rahmani (Deutschland/USA)
Büro für Kommunikation über globale Erwärmung
Fuldatal bei Alheim-Heinebach / Zufahrt Elektro-Kirchner
Ein Container wird mit einem freistehenden Regal und Sitzgelegenheiten
ausgestattet. Statements, die in beiden Herkunfts-Ländern der
Künstlerinnen Gültigkeit haben und gesammelte Beiträge aus Zeitungen,
aber auch visuelle Darstellungen zum Thema werden gezeigt.
5. Rumen Dimitrov (Bulgarien)
Agro Art
Herrenwiesen bei Alheim-Baumbach
10 Große Holzschalen liegen auf der Wiese und fangen das Regenwasser
auf, das von Schafen, Kühen oder Pferden getrunken wird. Der Himmel
spiegelt sich in der Wasseroberfläche und bildet einen Kontrast zu dem
Grün des Grases.
6. Ikezawa Takashi (Japan)
Charcoal Installation
Alte Eiche in den Flutmulden bei Rotenburg
Die Krone eines solitären Baumes wird mit einer Linie aus Kohle am
Boden gekennzeichnet und verweist auf die Beziehung zwischen der
unsichtbaren Wurzel und der sichtbaren Krone eines Baumes. Durch das
Material Kohle stellt sich eine Verbindung des Baumes mit der
Erdgeschichte her.
7. Johann Sietzema (Niederlande)
Nature Spot
Flutmulden Rotenburg an der Fulda
Aufrechtstehende Weidenstämme werden durch Weidenbündel miteinander
verflochten. Diese Arbeit steht in einem Nebenarm der Fulda auf dem
Grund und dient Tieren als Insel und Beobachtungsposten.
8. Ragnhild Becker / Gunnar Seitz (Deutschland)
Geschichte im Fluss
Fuldastrand beim Rotenburger Schloss
Über Interviews und Recherche werden Fragmente der Rotenburger
Stadtgeschichte gesammelt, in Holzstücke geschnitten und dem Fluß Fulda
überlassen. Auf der Rückseite der Holzstücke steht die Web Adresse von
waldhessen-aktuell. Menschen, die die Holzstücke finden, melden sich
via Internet und werden Teil des Projekts.
9. Lisa Kaftori (Israel)
The Dragonfly`s Eye
Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg
25 kleine Schilder mit kurzen poetischen Texten über die Beobachtungen
der Natur werden an Bäumen befestigt, um das Augenmerk der Besucher auf
die Besonderheiten der jeweiligen Situation aufmerksam zu machen.
10. Renate Schürmeyer (Deutschland)
Blaue Fenster
Storchensee bei Rotenburg
An exponierten Stellen werden blaue Fenster installiert. Der Weg wird
Ort der Veränderung. Die Fenster laden zum Verweilen ein, der Blick
durch die Fenster färbt die dahinter liegende Landschaft blau.
11. Yutaka Kobayashi (Japan)
Balance Dish
Vor einem Supermarkt in Bebra
Im urbanen Kontext, z.B. neben einem Supermarkt steht eine Waage aus
einem Baumstamm und einem Zweig. Zwei Waagschalen tragen Käse und Heu.
Die Mengen stellen das Verhältnis von Roh- und Endprodukt dar.
12. Fujii Tatsunori (Japan)
About Pouring-
>Eine Ameise,
eines Tages kam sie rüber
plötzlich
ich erinnere
nur sie
Das Atom. Ich bin es nicht<
Fulda-Zufluss bei Ludwigsau-Mecklar
Auf beiden Seiten des Flusses liegt jeweils ein Kegel aus Latten. Die
Kegel werden aus Holzlatten hergestellt, deren natürliche
Radioaktivität gemessen wird. Diese Werte werden auf den Latten durch
Ziffern kenntlich gemacht
13. Jean-Francois Paquay (Belgien)
The straw stack project
Im Fuldatal bei Ludwigsau-Friedlos
Eine hüttenähnliche Form aus Stroh erinnert an die traditionelle Art
der Ernte. Heu und Stroh Reuter sind Teil der Landschaft, seit der
Mensch Getreide erntet und dies zur Fütterung seiner Tiere braucht.
Die Arbeit könnte die Debatte über das Verbrennen von natürlichen
Rohstoffen initiieren, und am Ende der Ausstellung zum Bauernhof
zurückgehen und als Unterlage für Tiere dienen und danach wieder zu
Erde werden.
14. Beth Grossman, Christine Baeumler, Cheryl Wilgren Clyne (USA)
A Winter`s Tale- The Bureau of Atmospheric Anecdata
Unterwegs in der Region
Ein tragbarer Kiosk lädt Gruppen aus verschiedenen Orten ein,
Geschichten über und vom Winter früher zu erzählen. Diese Geschichten
werden gesammelt und in einer Dokumentation publiziert. Auch eine
performative Video-Projektion trägt zur Debatte zwischen der
Bevölkerung und den Künstlerinnen über das Thema bei.
15. Annechien Meier (Niederlande)
Bio Allotment Gardens Everywhere
Verschieden Standorte in der Region
Eine Einladung geht an 15 Vordergartenbesitzer, einen 1x1 Meter großen
Schrebergarten in ihre Rasenflächen oder neben ihre Garagenzufahrten zu
platzieren. Dort werden Bio-Pflanzen eingesetzt, die im totalen
Kontrast zu den normalerweise üblichen Vordergarten-Pflanzungen stehen.
16. Gerd Logemann (Deutschland)
Das Traumhaus
Unterwegs auf dem Radweg im Fuldatal
Auf einem bäuerlichen Leiterwagen liegt ein begeh- und besitzbares
Objekt aus Baumstämmen, das mit Seide umhüllt ist. Das Objekt lädt
Besucher zur Betrachtung und Meditation über die Landschaft ein.
17. Kim, Tae-hyung (Korea)
Circle
Weide am Ortseingang Alheim-Licherode
Eine zu einem Kreis gebogene Form aus Weiden steht aufrecht. Die Form
hat eine breite Öffnung und ein spitzes Ende, die sich beinahe treffen.
Sie symbolisieren den Anfang und das Ende, die beide immer miteinander
verbundenen sind.
18. Dorit Croissier (Deutschland)
Erd Turm
Feld beim Expo-Pavillon in Alheim-Licherode
Mit feuchtem Ton und getrockneten Ziegeln wird ein viereckiger hohler
Turm aufgebaut. In einer Performance wird der Turm von innen gebrannt
und dadurch haltbar gemacht. Diese Arbeit ist eine Erinnerung an und
ein Sinnbild für das Elementare in unserer Welt.
19. Ko, Seung-hyun (Korea)
Kayagum
Erlebnislandschaft „Unserland“ in Alheim-Licherode
Ein großer, natürlich gewachsener Baumstamm samt Ästen wird zu einem
Musikinstrument, dessen Vorbild eine traditionelle koreanische Kayagum
ist. Ein Teil des Baumes wird zum Resonanzkasten mit Stegen. Über diese
sind Saiten gespannt. Besucher können darauf spielen, aber auch
kräftigere Winde erwecken dieses Musikinstrument zum Leben.
20. Michael von Brentano (Deutschland)
Ameisenhaufen
WaldWunderWeg bei Alheim-Licherode
In Sichtweite zueinander stehen zwei identische, aus künstlichen
Materialien gefertigte Ameisenhaufen. Beide Exemplare offenbaren sich
scheinbar natürlich, aber auch als künstlich. Sie stellen die Frage wie
wir Natürlichkeit sehen, sehen wir die Natur oder nur unsere Idee davon?