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Licherode Modell für Korea?Das Umweltbildungszentrum Licherode in Nordhessen, eines der deutschen Modellprojekt für die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“, steht seit einigen Monaten im Blickpunkt zahlreicher Besuchergruppen aus Korea. Seit Jahresmitte haben bereits über 150 Akteure aus den Bereichen Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Bildung das Unesco-Projekt im kleinen Alheimer Ortsteil Licherode besucht. Dabei haben sich nun auch ganz konkrete Pläne für eine vergleichbare Einrichtung in Korea entwickelt. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Verbindung von Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Umweltbildung. Zustande gekommen sind die Kontakte im Rahmen des Internationalen Naturkunstforums 2007, zu dem auch mehrer Künstler aus Korea nach Licherode gekommen waren. Organisiert werden die Exkursionen vom koreanischen Institut für landwirtschaftliche und regionale Entwicklung in Seoul, die Finanzierung übernimmt das koreanische Agrarministerium. Zu den Besuchen am Umweltbildungszentrum Licherode gehören in der Regel auch Stippvisiten bei regionalen Kooperationspartnern wie dem Kirchhof und dem Solarpark in Oberellenbach oder auch dem Projekt „Sonnen-Ei“ in Heinebach. „Die Gruppen aus Korea und insbesondere die Regionalplaner sind tief beeindruckt von den Netzwerken für Nachhaltigkeit und Umweltbildung, die um das Zentrum Licherode entstanden sind“, so Dr. Dong-Kyu Kang als zuständiger Projektleiter im koreanischen Landesinstitut. Mitte September hat ein Kamerateam des koreanischen Fernsehens zwei Schulklassen bei ihren Umweltbildungswochen in Licherode begleitet. Das dreiköpfige Team war eigens aus Seoul angereist und hat einen halbstündigen Bericht für das offizielle koreanische Fernsehen produziert. Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten, und kurz vor Weihnachten reiste nun die bisher hochrangigste Delegation aus Korea an. Der Präsident des Koreanischen Landesinstituts Hyun Seok Hu aus Seoul und der Politikberater des Ministerpräsidenten Gi Young Kim waren zusammen mit Vertretern verschiedener Ministerien nach Licherode gekommen, um zu prüfen, ob ein vergleichbares Projekt in der Region Gyeonggi-do errichtet werden soll. Gyeonggi-do ist eine Provinz im Nordwesten von Südkorea mit Suwon als Hauptstadt und hat über 10 Millionen Einwohner. „Die Pläne für ein Erfahrungstransfer von Licherode nach Korea sind bei diesem Besuch bereits sehr konkret geworden,“ berichtet der Geschäftsführer des Licheröder Zentrums Klaus Adamaschek. „Bereits im kommenden Frühjahr sollen erste Praktikanten aus Korea nach Licherode kommen, um sich auf ihren Aufgaben in einem zukünftigen koreanischen Umweltbildungszentrum nach Licheröder Vorbild vorzubereiten.“
Gruppenbild vor dem Licheröder Tagungspavillon und dem koreanischen „Kayagum“: |
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