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Energiewende ist Bildungsaufgabe„Innovative Techniken sind die eine Grundlage der Energiewende. Aber genauso wichtig ist ein gewendetes Grundbewusstsein bei der heranwachsenden Generation. So gesehen ist die Energiewende vor allem auch eine Bildungsaufgabe.“ Mit diesen Worten eröffnete Klaus Adamaschek den Aktionstag Erneuerbare Energien, zu dem das Umweltbildungszentrum Licherode im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ins Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien nach Heinebach eingeladen hatte. Zahlreiche interessierte und hochrangige Gäste aus Bildung, Wirtschaft und Politik ließen sich aus erster Hand über die Zwischenergebnisse des Projekts „Bildungsregion Energie“ informieren, das das Umweltbildungszentrum Licherode zurzeit mit seinen regionalen Partnern durchführt. 20.000,- € hat das hessische Kultusministerium aus seinem „Innovationspool“ zur Verfügung gestellt, damit in der Modellregion Alheim-Rotenburg-Bebra neue, vernetzte Bildungsangebote zum Thema Erneuerbare Energien entwickelt und erprobt werden können. Zunächst gaben drei „Macher und Visionäre“ der Region den Rahmen vor. Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke stellte die Vision einer Region vor, die Ihren Bedarf vollständig aus Erneuerbaren Energien abdeckt. Lars Kirchner vom Kompetenzzentrum wagte einen Ausblick, wie sich die Energiewende in den nächsten 10 Jahren in der Praxis vollziehen wird, und Dr. Ulrich Schneider vom Projekt Lernende Regionen stelle das Ideal einer vernetzten und am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichteten Bildungslandschaft vor. Danach wurde es konkret: Lena Heilmann und Angelika Adamaschek erläuterten die Ergebnisse einer Befragung, die sie in den letzten Monaten an Kindergärten, Schulen und Betrieben der Region durchgeführt haben. Es wurde deutlich, dass das Thema Erneuerbare Energien zwar in der Bildungsarbeit der Region angekommen ist, dass aber auch hoher Bedarf und auch Interesse an maßgeschneiderten Bildungsangeboten besteht. „Die besonderen Energie-Lernorte in unserer Region werden z. B. noch viel zu wenig für Bildungsarbeit genutzt“, formulierte Angelika Adamaschek eines der zentralen Ergebnisse An dieser Stelle setzt dann auch ein weiteres Projekt der Bildungsregion Energie an, das Lena Heilmann vorstellte. In einem „Lernorte-Kataster Energie“ werden zurzeit interessante Lernorte zu Themen wie Biomasse, Hackschnitzel, Photovoltaik etc. erfasst und aufbereitet, so dass sie zukünftig besser für die vorschulische, schulische und betriebliche Bildung genutzt werden können. „Unsere Vision ist ein Lernpfad für Erneuerbare Energien durch das ganze Mittlere Fuldatal“, so Lena Heilmann.
Anschließend erlebten die Gäste die Premiere der neuen DVD zum neuen Bildungsprogramm „Sonnenwoche“. Eine Woche lang hatte ein Kamerateam von Hafner TV 50 Kinder aus Ludwigsau bei einer „Solarwoche“ in Licherode begleitet und daraus einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Unterrichtsfilm produziert. Die Licheröder Sonnen-DVD, die u. a. vom Kompe-tenzzentrum für Erneuerbare Energien und dem Lions-Club Bebra-Rotenburg unterstützt wurde, wird zunächst an alle Schulen und Kitas unserer Region verteilt. Und im kommenden Jahr wird die DVD über das Kultusministerium an alle 2.100 hessische Schulen gehen. Und ähnlich beeindruckend wie die Solarwoche waren auch die weiteren Bildungsangebote, die in der Bildungsregion Energie entwickelt werden. Michael Koslowski vom ZUmBiS an der Jakob-Grimm-Schule Rotenburg stellte handlungsorientierte Lernstationen zum Thema Energie vor, die später auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden sollen. Und Bianca Feyerabend und Hans-Gerd Ellrich von den Beruflichen Schulen Bebra erläuterten die Inhalte und Hintergründe des Kompaktkurses „Lumisol“, der allen Schülern der Beruflichen Schulen Bebra einen Grundeinstieg ins Thema „Solarenergie“ ermöglicht. Nach gut vier Stunden ging ein eindrucksvoller Aktionstag zuende, und viele der Besucher diskutierten beim anschließenden Sonnen-Buffet aus Licherode noch lange über Perspektiven der Bildungsregion Energie. |
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